26. Welche Folgen hatte der Fall und Ungehorsam der ersten Menschen?

  1.  Die Menschen verloren ihre Gemeinschaft mit Gott und verfielen so dem geistlichen Tod. Tod bedeutet immer Trennung. Nach dem Sündenfall trat sofort der geistliche Tod, d.h. die Trennung von Gott ein.
    • Von dem Baum der Erkenntnis des Guten und Bösen sollst du nicht essen; denn an dem Tage, da du von ihm isst, musst du des Todes sterben. (1. Mose 2,17)
  2. Die Menschen gerieten unter die Herrschaft der Sünde und des Satans.
    • Wer Sünde tut, der ist der Sünde Knecht. (Joh. 8,34)
  3. Die Sünde hat unser ganzes Wesen verdorben, so dass wir das Gute hassen und das Böse lieben. Die Sünde verfinstert den Verstand, verunreinigt die Seele, schwächt den Willen und schädigt den Leib. Wir sündigen alle ohne Ausnahme. Wir werden alle schon als Sünder geboren. Wir haben von unseren Stammeltern eine selbstsüchtige Natur geerbt. Darum trachten wir nach dem, was Gott verboten hat, und wir sündigen sogar gegen unseren eigenen Wunsch und Willen. Wie sehr wir zum Bösen neigen, merken wir daran, dass das Tun des Guten die größte Anstrengung erfordert, während das Böse ganz von selbst geht.
    • Kann wohl ein Reiner kommen von Unreinen? Auch nicht einer! (Hiob 14,4)
    • Es gibt keinen Menschen, der nicht sündigt. (1. Kön. 8,46)
    • Es ist hier kein Unterschied: Sie sind allesamt Sünder und ermangeln des Ruhmes, den sie vor Gott haben sollen. (Röm. 3,22-23)
    • Wer kann merken, wie oft er fehlet? (Ps. 19,13)
    • Siehe, in Schuld bin ich geboren, und meine Mutter hat mich in Sünde empfangen. (Ps. 51,7)
    • Wollen habe ich wohl, aber das Gute vollbringen kann ich nicht. Denn das Gute, das ich will, das tue ich nicht; sondern das Böse, das ich nicht will, das tue ich. (Röm. 7,18-19)
    • Wer aber mich verfehlt, zerstört sein Leben; alle, die mich hassen, lieben den Tod. (Spr. 8,36)
  4. Die furchtbarste Folge der Sünde ist der Tod. Die Sünde ist ein Gift, das tödlich wirkt. Wir sehen die Herrschaft des Todes im «Kampf ums Dasein» bei allen Geschöpfen auf Erden, in der Schwäche und Hinfälligkeit unseres Lebens.
    • Der Sünde Sold ist der Tod. (Röm. 6,23)
    • Wie durch einen Menschen die Sünde in die Welt gekommen ist und der Tod durch die Sünde, so ist der Tod zu allen Menschen durchgedrungen, weil sie alle gesündigt haben. (Röm. 5,12)
    • Die Sünde ist der Leute Verderben. (Spr. 14,34)
  5. Durch den Sündenfall wurde die ganze Schöpfung mit in Leidenschaft gezogen und wartet auf die Erlösung.
    • Und zum Mann sprach er: Weil du gehorcht hast der Stimme deiner Frau und gegessen von dem Baum, von dem ich dir gebot und sprach: Du sollst nicht davon essen –, verflucht sei der Acker um deinetwillen! (1. Mose 3,17)
    • Die Schöpfung ist ja unterworfen der Vergänglichkeit – ohne ihren Willen, sondern durch den, der sie unterworfen hat –, doch auf Hoffnung; denn auch die Schöpfung wird frei werden von der Knechtschaft der Vergänglichkeit zu der herrlichen Freiheit der Kinder Gottes. (Röm. 8,20-21)